History
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Sonderdezernat II 1 S bei der Gestapo zur Verfolgung von Homosexuellen (1934)
Mit der Ermordung Röhms war die Bahn frei für die von Himmler angestrebte Verfolgungspolitik. Im Geheimen Staatspolizeiamt (Gestapo) in Berlin wurde im Juli 1934 ein Sonderdezernat II 1 S eingerichtet, das sich mit der Nachbearbeitung des „Röhm-Putsches“ beschäftigte und seine Aktivitäten bald auf die Bekämpfung der Homosexualität konzentrierte. Zweifellos sah Himmler die größte Gefahr in…
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Geplündertes Institut für Sexualwissenschaft (1933)
Ab Mitte der 1920er Jahre wurde das Institut für Sexualwissenschaft, das zuvor weitgehend akzeptiert und von Politikern besucht wurde, zunehmend durch die Presse als Feindbild dargestellt. Bereits 1920 wurde Magnus Hirschfeld aufgrund seiner Aufklärungsarbeit in München niedergeschlagen. Am 6. Mai 1933 plünderten zunächst Studenten und anschließend die Sturmabteilung das Institut. Entwendet wurden dabei vor allem die Werke der…
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Schweiz: Zeitschrift “Freundschafts-Banner” (1932-1942)
Das Freundschaftsbanner (ab 1933: Schweizerisches Freundschafts-Banner) war die erste homosexuelle Zeitschrift der Schweiz, verlegt in Zürich von 1932 bis 1942. Gegründet wurde sie von Laura Thoma und August Bambula und orientierte sich eng an zeitgenössischen deutschen Lesbenzeitschriften wie der Garçonne. 1933 übernahm Anna Vock die Leitung, sie prägte die Zeitschrift bis zu ihrem Ende 1942. 1937 wurde die Zeitschrift in Menschenrecht umbenannt. Zur Zeit ihres Erscheinens war Das Freundschaftsbanner neben der unregelmäßig…
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Zeitschrift: Das 3. Geschlecht (1930-1933)
Das 3. Geschlecht, Untertitel Die Transvestiten, war eine zwischen 1930 und 1932 erschienene Zeitschrift für Transvestiten. Sie erschien im Berliner Radszuweit-Verlag und gilt als erste Zeitschrift für Transvestiten der Geschichte. Die Zeitschrift dokumentiert die ersten Schritte einer eigenen Bewegung von Transpersonen im Zuge der damaligen Homosexuellenbewegung. Editionsgeschichte Das 3. Geschlecht erschien erstmals am 28. Mai…
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Freiburg: Kontaktanzeigen von Männern (1929)
Quelle: https://der-liebe-wegen.org/die_20er_aufbruch/
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Dr. Maria Plum – Freiburgs erste Rechtsanwältin (1928)
Dr. Maria Plum war eine Pionierin der Rechtswissenschaften und eröffnete 1928 als erste niedergelassene weibliche Rechtsanwältin Freiburgs ihre eigene Kanzlei. Geboren 1894 in Berlin, spezialisierte sie sich entgegen der damaligen Erwartungen auf Wirtschaftsrecht und führte ihr Büro in der Schreiberstraße mit großer Disziplin und Strenge, bewahrte sich jedoch eine tiefe Herzensgüte gegenüber ihren Angestellten, die…
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Zeitschrift: Frauenliebe (1926-1931)
Die Frauenliebe, auch erschienen als Liebende Frauen und kurzfristig als Frauen Liebe und Leben, später aufgegangen in der Zeitschrift Garçonne, war eine Zeitschrift für Lesben in der Weimarer Republik, verlegt von 1926 bis 1931 in Berlin. Sie war neben Die Freundin die größte und langlebigste lesbische Zeitschrift der ersten Homosexuellenbewegung. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenliebe
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Die BIF – Blätter Idealer Frauenfreundschaften (1926-1927)
Die BIF – Blätter Idealer Frauenfreundschaften, Untertitel Monatsschrift für weibliche Kultur, war eine lesbische Zeitschrift in der Weimarer Republik, verlegt von 1926 bis 1927 in Berlin. Sie war als erste lesbische Zeitschrift weltweit verlegerisch, redaktionell und inhaltlich unabhängig von Männern. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_BIF_–_Blätter_Idealer_Frauenfreundschaften
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Zeitschrift: Die Freundin (1924-1933)
Die Freundin (Untertitel ab 1928 Das ideale Freundschaftsblatt; später Wochenschrift für ideale Frauenfreundschaft) war eine Zeitschrift der Weimarer Republik. Sie erschien von 1924 bis 1933 in Berlin und gilt als erste lesbische Zeitschrift. Sie wurde als „offizielles Publikationsorgan“ vom Bund für Menschenrecht, einem der damals führenden Verbände der Interessen von Homosexuellen, verlegt und war ebenso wie andere lesbische Zeitschriften der Ära eng mit der…
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Aufruf zur Gründung einer Ortsgruppe für den “Bund für Menschenrecht” (1924)
Der Bund für Menschenrecht e.V. war mit zeitweise 50.000 Mitgliedern der größte homosexuelle Verein in der Weimarer Republik. In ihm organisierten sich sowohl homo- als auch bisexuelle Männer und Frauen. Das zentrale politische Ziel des Verbandes war die Straffreiheit für alle einvernehmlichen homosexuellen Handlungen unter erwachsenen Personen. Neben diesem politischen Engagement boten die Ortsgruppen des…
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Berlin: Eldorado (1924-1933)
Eldorado (spanisch El Dorado: ‚Das Goldene‘) war vor dem Zweiten Weltkrieg der Name zweier bekannter Homosexuellen- und Transvestitenlokale (Männer und auch Frauen) in Berlin, die auch von Literaten beschrieben und in Bildern verewigt wurden. Über kein anderes damaliges Szenelokal gibt es so viele Quellen und Bilddokumente wie über die Eldorados. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eldorado_(Berlin)
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Bund für Menschenrecht (1923-1936)
Der Verein Bund für Menschenrecht (BfM) war eine Organisation von bisexuellen, homosexuellen und trans Frauen und Männern in der Zeit der Weimarer Republik. Geschichte und Sitz des Vereins Im August 1920 wurde der Verein unter dem Namen Deutscher Freundschaftsverband (DFV) in Berlin gegründet. Am 11. Mai 1923 wurde der Vereinsname in Bund für Menschenrecht e.…
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Zeitschrift: Blätter für Menschenrecht (1923-1933)
Die Blätter für Menschenrecht waren laut ihrem Untertitel die „offizielle Monatsschrift des Bundes für Menschenrecht e.V.“. Die zur Zeit der Weimarer Republik ab 1923 bis 1933 erschienene Zeitschrift, die 1928 und 1929 auch schlicht Menschenrecht titelte, bildet als spätere Mikrofiche-Ausgabe zugleich die Reihe 67 in den Historischen Quellen zur Frauenbewegung und Geschlechterproblematik. Das Blatt erschien ursprünglich im Friedrich-Radszuweit-Verlag in Berlin und beinhaltete von 1923 bis 1925…
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Kurt Hiller: § 175: Die Schmach des Jahrhunderts! (1922)
Allein für das Erscheinungsjahr des Buchs (1922) verzeichnet eine Statistik des Deutschen Reichs 499 rechtskräftige Verurteilungen wegen sogenannter „Vergehen“ gegen den § 175 RStGB – Tendenz steigend. 1925 sind es bereits 1107. Über die NS-Zeit und die ersten zwei Jahrzehnte der jungen Bundesrepublik Deutschland hinweg bewies der Paragraf traurige Kontinuität. Der Schriftsteller, bekannte Autor der Weltbühne und…
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Café Dorian Gray (1921-1933)
Das Dorian Gray war eine sogenannte Diele an der Bülowstraße in Berlin. Es wurde 1921 gegründet und bestand bis März 1933, als es durch die Nationalsozialisten geschlossen wurde. Während seines Bestehens war das Dorian Gray für die Homosexuellenbewegung des damaligen Berlins eines der bekanntesten Tanzlokale und kultureller Treffpunkt, insbesondere für die lesbische Szene der Stadt.…
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Das lila Lied – Erste Hymne der Homosexuellen (1920)
Das lila Lied ist die erste Hymne der Homosexuellen aus dem Jahre 1920, der zur damaligen Zeit ein erstaunlicher Erfolg beschieden war. Nach der Ausrufung der Weimarer Republik begann für die Lesben und Schwulen eine kurze Zeit der Verbesserung. Es war zwar ein dauerndes Auf und Ab, je nach den politischen Verhältnissen, aber durch die Etablierung grundlegender demokratischer Rechte und den Wegfall…
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Zeitschrift: Die Freundschaft (1919-1933)
Die Freundschaft (oder nur: Freundschaft) war eine deutsche Zeitschrift für homosexuelle Männer, die von 1919 bis 1933 erschien. Sie wird heute als wichtigste deutsche Homosexuellenzeitschrift der Weimarer Republik, insbesondere in der Zeit bis 1922, angesehen. Anfang 1923 verlor sie jedoch ihre Bedeutung als zentrales Organ der deutschen Homosexuellenbewegung. Geschichtliche Entwicklung Die Freundschaft erschien am 13.…
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Berlin: Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933)
Das Institut für Sexualwissenschaft war von 1919 bis 1933 ein privates Institut in Berlin-Tiergarten, das von Magnus Hirschfeld gegründet wurde, um wissenschaftliche Forschung zum Sexualleben zu fördern. Es war das weltweit erste Institut dieser Art und spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Homosexuellenbewegung. In der Praxis war es zudem eine Anlaufstelle für Menschen in Not und eine Beratungsstelle. Struktur…
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Film: Anders als die Andern (1919)
Anders als die Andern, ein Spielfilm von Richard Oswald, der 1919 unter Mitwirkung von Magnus Hirschfeld entstand, war einer der ersten Filme, die offen das Thema Homosexualität behandelten. Er handelt von einer Erpressungsgeschichte mit tödlichem Ausgang.
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Transvestitenscheine (1909-1933)
Ein umgangssprachlich so genannter Transvestitenschein oder auch Transvestitenbescheinigung war ein ab 1909 bis mutmaßlich in die 1950er Jahre ausgegebenes Dokument, das es den jeweiligen Besitzenden erlaubte, in der Öffentlichkeit Kleidung zu tragen, die nicht dem Geschlecht entsprach, das ihnen bei Geburt zugeschrieben worden war. Transvestit bezog sich zu diesem Zeitpunkt auf alle Personen, deren Geschlechtsidentität…
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“Frauenklub” in Freiburg (1907-1928)
Der “Frauenklub” in Freiburg (1907–1928, Rathausgasse 33) war ein bedeutender Bestandteil der bürgerlich geprägten ersten Frauenbewegung. Er diente emanzipierten Frauen als Plattform zur städtischen Selbstorganisation jenseits traditioneller Rollenmuster.
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Harden-Eulenburg-Affäre
Die Harden-Eulenburg-Affäre, oder kurz Eulenburg-Affäre, war ein Skandal um eine Reihe von Kriegsgerichts- und fünf regulärer Gerichtsverfahren wegen Homosexualität und die gegen diese Vorwürfe geführten Verleumdungsklagen in den Jahren 1907 bis 1909. Ausgelöst durch erste Texte des konservativen Journalisten Maximilian Harden 1906, fand sie erst 1909 ihr Ende. Betroffen waren prominente Mitglieder des Freundeskreises und…
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Anna Rühling thematisiert Probleme lesbischer Frauen (1904)
Am 9. Oktober 1904 hielt sie als Frauenrechtlerin die weltweit erste politische Rede, die die Probleme lesbischer Frauen thematisierte. Die Rede mit dem Titel Homosexualität und die Frauenbewegung fand im Hotel Prinz Albrecht in Berlin bei einer Tagung des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK) statt. Ihre Rede wurde in einer Ausgabe des Jahrbuchs für sexuelle Zwischenstufen unter…
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Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen (1899-2023)
Das Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen war eine jährliche Publikation des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK) unter Leitung des Berliner Arztes und Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld. Es erschien von 1899 bis 1923 in 23 Jahrgängen. Erscheinungsweise Das Periodikum Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen gehört zu den wichtigsten Quellen der frühen Sexualwissenschaft in Deutschland und bot Raum für einen interdisziplinären Diskurs.…