Geplündertes Institut für Sexualwissenschaft (1933)

Geplündertes Institut für Sexualwissenschaft – plundered Institute for Sexual Science – 6. Mai 1933, Berlin 6. Mai 1933 / Quelle: Nationales Digitales Archiv, Warschau

Ab Mitte der 1920er Jahre wurde das Institut für Sexualwissenschaft, das zuvor weitgehend akzeptiert und von Politikern besucht wurde, zunehmend durch die Presse als Feindbild dargestellt. Bereits 1920 wurde Magnus Hirschfeld aufgrund seiner Aufklärungsarbeit in München niedergeschlagen. Am 6. Mai 1933 plünderten zunächst Studenten und anschließend die Sturmabteilung das Institut. Entwendet wurden dabei vor allem die Werke der Institutsbibliothek, aber auch Forschungsmaterialien und eine Bronzebüste von Magnus Hirschfeld. Am 10. Mai 1933 wurden über 10.000 Werke der Bibliothek anlässlich der Bücherverbrennung in Berlin vernichtet. Einige Werke wurden auktioniert und weitere im Dezember 1934 vom Polizeipräsidenten von Berlin an die Preußische Staatsbibliothek überwiesen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_für_Sexualwissenschaft