Trotz gesellschaftlicher Fortschritte führen strukturelle Barrieren und tief verwurzelte Verhaltensmuster noch immer dazu, dass trans Menschen systematisch marginalisiert werden. Das Kommunale Kino präsentiert daher in Zusammenarbeit mit TransAll e.V. eine Filmreihe, die trans-normale Lebensgeschichten sichtbar macht und Vorurteilen authentische Narrative entgegensetzt.
KIKI + Performance von House of Dregs
Fast 25 Jahre nach dem Debüt von PARIS IS BURNING erzählt KIKI die Geschichte queeren Szene in New York und taucht tief in die Welt jenseits der Ballrooms ein. Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf Kiki, eine Szene innerhalb der größeren Ballroom-Szene in New York, die von LGBTQ-People of Color organisiert wird. Man erlebt, welchen Einfluss die Häuser auch außerhalb der Tanzveranstaltungen auf die queeren Jugendlichen haben und wie auch in besonders schwierigen Zeiten die Häuser einen Ort des Zusammenhaltes und ein Zuhause darstellen.
Ein kleiner Teil des Freiburger Drag-Kollektivs HOUSE OF DREGS (/dɹɛɡz/ – leftover material, industrial sludge, der allerletzte Kaffeesatz – aka divine dirt) wird an diesem Abend performen! Drag ist auch Chosen Family – ein Raum, der hoffentlich ein bisschen „queer joy“ bringt.
Di 13.01., 19.00, zu Gast: House of Dregs (Performance), Einführung: Noa C. Schmidt
SAUNA
Johan lässt sich vom Leben treiben und passt damit perfekt in Kopenhagens schwule Szene mit ihren Kneipen, Partys und One-Night-Stands. Besonders viel Zeit verbringt er im Adonis, der einzigen Schwulensauna der Stadt. Dort arbeitet er seit Kurzem und teilt gern unverbindliche sexuelle Erlebnisse mit den Besuchern. Trotz allem sehnt sich Johan nach echter Nähe – und findet sie bei William, einem einfühlsamen trans Mann. Doch nicht alle im Adonis sind damit einverstanden, dass er sich in eine Person verliebt hat, die sie nicht als Teil ihres Männerbundes verstehen. Nicht fit, nicht weiß, nicht männlich genug für Adonis?
Wann
Di 24.02., 19.00, im Anschluss Gespräch mit Menschen, die bei TransAll aktiv sind
Queendom
In „Queendom“ kämpft die junge russische Aktivistin Gena mit radikalen Performances gegen die queerfeindlichen Gesetze des Landes. Mitten in Moskau tritt sie in auffallenden Outfits aus recycelten Materialen aus. Durch ihre künstlerischen Interventionen in der Öffentlichkeit lässt sie Kunst und Aktivismus miteinander verschmelzen. Ihr Ziel ist es, Aufmerksamkeit auf die Situation queerer Menschen in Russland zu lenken. Dafür riskiert sie in einem politisch immer rauer werdenden Klima täglich ihre eigene Sicherheit.
Wann
Di 31.03., 19.00, im Anschluss Gespräch mit Menschen, die bei TransAll aktiv sind
Drama Queens
In dem turbulent-satirischen Musical „Drama Queens“ werden Glitterpop-Ikone Mimi und Butch-Punksängerin Billie ein Liebespaar. Die beiden jungen Frauen lernen sich 2005 in einer Castingshow kennen und sind direkt schockverliebt. Nur darf es niemensch im Bühnenbusiness wissen!
Und während Billie sich den brutalen Anforderungen des Musikindustrie nicht anpassen will, gewinnt Mimi die Show und landet tatsächlich einen weltweiten Megahit! Als Star verliert sie jedoch zunehmend die Kontrolle über ihr Leben – und über die stürmische Beziehung zu Billie, die plötzlich selbst große Erfolge feiert. Was ist mir als Künstler*in wichtiger: erfolgreich oder authentisch zu sein?
