KIKI · Kommunales Kino · Freiburg
Tue 13.01. | 19:00 – 21:00
Länge: 95 min. | Genre: Queer, Documentary | Regisseur: Sara Jordenö | Sprache: OmeU, Originalversion | Land: SE,US
Fast 25 Jahre nach dem Debüt von PARIS IS BURNING erzählt KIKI die Geschichte queeren Szene in New York und taucht tief in die Welt jenseits der Ballrooms ein. Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf Kiki, eine Szene innerhalb der größeren Ballroom-Szene in New York, die von LGBTQ-People of Color organisiert wird. Man erlebt, welchen Einfluss die Häuser auch außerhalb der Tanzveranstaltungen auf die queeren Jugendlichen haben und wie auch in besonders schwierigen Zeiten die Häuser einen Ort des Zusammenhaltes und ein Zuhause darstellen.
Junge Menschen werden aus ihrem Zuhause geworfen, zur Sexarbeit gezwungen und regelmäßig von der Polizei schikaniert. Genau auf diese Welt richtet Jordenö ihre Kamera, ebenso wie auf die Welt des Voguing. Es ist ein letztendlich aufbauender Film, der nicht bevormundet oder beschwichtigt: Der Ballsaal wird so gezeigt, wie er ist – komplex, extravagant und ein Ort, an dem man sich selbst ausdrücken kann. Es ist eine kaleidoskopische und lebendige Darstellung einer Welt, die größer als das Leben selbst ist. Extravagant, aber letztlich zerbrechlich.
„Kiki sprüht vor Energie und dokumentiert die pulsierende, energiegeladene Tanzszene, aber auch die Lebendigkeit der mutigen, freimütigen People of Color, die darin porträtiert werden. Die bunten und hart umkämpften Tanzwettbewerbe stehen im Kontrast zu den manchmal schmerzhaften und schwierigen persönlichen Lebensumständen, mit denen die Protagonisten des Films zu kämpfen haben.“ (Eugene Hernandez/filmcomment.com)
Ein kleiner Teil des Freiburger Drag-Kollektivs HOUSE OF DREGS (/dɹɛɡz/ – leftover material, industrial sludge, der allerletzte Kaffeesatz – aka divine dirt) wird an diesem Abend performen! Drag ist auch Chosen Family – ein Raum, der hoffentlich ein bisschen „queer joy“ bringt.
