Aufruf zur Gründung einer Ortsgruppe für den “Bund für Menschenrecht”

Der Bund für Menschenrecht e.V. war mit zeitweise 50.000 Mitgliedern der größte homosexuelle Verein in der Weimarer Republik. In ihm organisierten sich sowohl homo- als auch bisexuelle Männer und Frauen. Das zentrale politische Ziel des Verbandes war die Straffreiheit für alle einvernehmlichen homosexuellen Handlungen unter erwachsenen Personen. Neben diesem politischen Engagement boten die Ortsgruppen des Bundes auch Freizeitaktivitäten wie Ausflüge, Sport und Tanzbälle an.

In Freiburg gab es im Jahr 1924 einen Versuch, unter dem Dachverband eine Ortsgruppe zu gründen. In einer Anzeige wurden „einwandfreie Damen und Herren“ dazu aufgerufen, sich zwecks Gründung an die Geschäftsstelle in Berlin zu wenden. Dieser Versuch blieb jedoch wahrscheinlich erfolglos, da Freiburg später nicht im Verzeichnis der bestehenden Ortsgruppen des Bundes aufgeführt wurde.

Queere Geschichte*n Freiburg: Station 22 – Frühe Homo-Bewegung