15 Jahre SiF-Magazin

15 jahre schwul in freiburg – und das ist auch gut so!

Informationen, Termine, Neuigkeiten – seit fünfzehn Jahren erscheint „Schwul in Freiburg“ nun regelmäßig und informiert über das aktuelle Geschehen in und um Deutschlands kleinster Großstadt. Umfang und das Erscheinungsbild haben sich immer wieder verändert. Die letzte Neugestaltung ist nur wenige Monate her.

Die erste Ausgabe, ein beidseitig mit Terminen und Adressen bedrucktes A5-Blatt, erschien 1991. Ziel war es, der Szene einen Überblick über die immer zahlreicher werdenden schwulen Vereins- und Gruppenangebote der Stadt zu bieten. Dort rief die Volleyballgruppe zum mitmachen auf, hier lud die Freizeitgruppe zum gemeinsamen Spieleabend ein, und regelmäßig kündigte die Rosa Hilfe ihr wöchentliches Gruppentreffen an. Zusammengestellt wurde das Infoblatt zu dem Zeitpunkt von Philipp Fehrenbach, damals Vorstandsmitglied der Rosa Hilfe. Größere Ankündigungen und Veranstaltungshinweise fanden ab Herbst 1993 ihren Platz. Das nun vier Seiten umfassende Faltblatt erhöhte seine Auflage auf 300. Und in jeder Ausgabe gab es bald auch einen redaktionellen Beitrag. So titelte das „Schwul in Freiburg“ im Juli 1994: „Schwule und Politik – ein Paradox?“ und stellte fest: „Eine Schwanzlänge weit denken reicht nicht.“ In den kommenden Jahren schien mit jeder Ausgabe die Schriftgröße kleiner zu werden, wohl um fortschreitend mehr Inhalt auf dem vorhandenen Platz unterzubringen. Die Auflagenhöhe kletterte im Juni 1995 zuerst auf 400, dann im Dezember des Jahres um weitere hundert und erreichte nur drei Monate später 600. Im März 1997 kam auch der Name „SiF“ erstmals zum Einsatz.

Im Mai 1998 begannen große Veränderungen – vom Faltblatt zum Informations- und Veranstaltungsmagazin mit regelmäßig rund 30 Seiten Umfang. Erstmals verwandte man nun auch Seitenzahlen! Unter der Regie von Uli Geusen zierten nun ein neuer Schriftzug und der Rosa Winkel den Titelkopf, ab Dezember 1998 gab es regelmäßig ein Titelbild. Die zusätzlichen Kosten wurden weiterhin ausschließlich durch die Vereinsgelder der Rosa Hilfe getragen. Aus einem wurden zwei, dann drei, dann immer mehr Redaktionsbeiträge. So berichtete man 1998 über den Mord an dem einundzwanzigjährigen Matthew Shepard in Laramie/USA und über die Entwicklungen zur „Homo-Ehe“. Im September 1999 erhöhte sich die Auflage von 750 auf 850, im Sommer 2000 erreichte man die 1.000 und ab Sommer 2002 waren es dann rund 1.300 Exemplare. Seit März 1999 druckte das „SiF“ auch Werbung.

Im Sommer 2005 begann eine weitere große Umgestaltungsphase. Still und heimlich arbeiteten viele Menschen daran, dem „schwul in freiburg“ wiederum ein neues Gesicht zu verpassen – und auch Farbe. Ein neues Redaktions- und Produktionsteam hat sich zusammengefunden, um gemeinsam das weiterzuführen, was sich über die Jahre aus dem einseitigen Infoblatt entwickelt hat. Bis heute erscheint „schwul in freiburg“ kostenlos und mit der Unterstützung vieler helfender Hände, die dies möglich machen. | akb

Quelle: SiF-Magazin (Juni 2006)