
Schwule Männer sind im aktuellen feministischen Diskurs der Mehrheitsgesellschaft bestenfalls unter “queeren Menschen” mitgemeint. Darüber hinaus sind sie bis weit in die sogenannte progressive Gesellschaftspolitik hinein vor allem eines: verdächtig, aufgrund ihres Geschlechts an der “patriarchalen Dividende zu knabbern”. Sprich: von Privilegien zu profitieren, weil sie Männer sind. Das obwohl die Ausgrenzung schwuler Männer durch das Aberkennen eben ihrer Männlichkeit ein zentraler Bestandteil sowohl ihrer Unterdrückungserfahrung, als auch der hegomenalen Männlichkeit ist.
Wie Umgehen mit diesem Widerspruch? Und welche weiteren Themen und Spannungsfelder beschäftigen spezifisch schwule Männer – in der Mehrheitsgesellchaft? In der Community? Und wie adressieren wir diese im aktuellen feministischen Diskurs?