Die Gründung der (Basis-) Gruppe Homosexualität und Gesellschaft (H6G) geht auf einen Abend am 20. Juni 1972 zurück, an dem sich eine Gruppe Studierender in der Gaststätte im neuen Wiehrebahnhof in Freiburg zusammenschloss. Die Initiative wurde maßgeblich durch Rosa von Braunheims Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“, die erste schwule Demonstration in Münster sowie die Impulse der 68er-Bewegung und der Stonewall-Aufstände in den USA angeregt.
Aus diesem ursprünglichen Kreis entwickelten sich zwei unterschiedliche Strömungen: die revolutionär orientierte (Basis-) Gruppe Homosexualität und Gesellschaft (H6G) und der eher gemäßigte, bürgerlich-liberale Arbeitskreis Homosexualität und Gesellschaft (AHG).
Bei der H6G handelt es sich nach eigener Aussage um: “eine Emanzipationsgruppe, in der Schwule, Lesben, und heterosexuelle Männer und Frauen gemeinsam an ihrer Emanzipation arbeiteten. 1973 spaltet sich von der H6G die Aktionsgemeinschaft Homosexuelle in der Gesellschaft ab.



