Forschungsprojekt zu lesbischen Lebenswelten im Südwesten (2023-2025)
Die Universitäten Freiburg und Heidelberg untersuchen den Alltag frauenliebender Frauen von 1945 bis in die 1980er Jahre
Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Freiburg und Heidelberg untersucht erstmals systematisch den Alltag frauenliebender Frauen von 1945 bis in die 1980er-Jahre außerhalb von Metropolen wie Berlin oder Hamburg.
- Kernfragen: Wie wirkte der Nationalsozialismus nach? Wie wandelten sich Lebensbedingungen und gesellschaftliche Normen vor dem Hintergrund dominierender Heteronormativität? Wie entstand die lesbische Emanzipationsbewegung im Südwesten?
- Drei Teilprojekte:
- Freiburg: Vernetzung, politische/kulturelle Räume und Handlungsspielräume.
- Heidelberg: Rechtliche Durchsetzung von Normen und Grenzen des Privaten.
- Heidelberg: Umgang von Medizin und Psychiatrie mit weiblicher Homosexualität.
- Methodik & Quellen: Zeitzeuginnen-Interviews (Oral History), Erschließung „grauer Literatur“ (Flugblätter, Selbstzeugnisse) sowie Vergleich mit den Vorgänger-Epochen (Weimarer Republik, NS-Zeit).
- Rahmendaten: Laufzeit Mai 2023 bis April 2025; gefördert mit ca. 660.000 Euro vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg. Projektergebnisse und Einblicke werden laufend auf dem Projekt-Blog veröffentlicht.