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Rose · Kino Friedrichsbau · Freiburg

Thu 30.04. Fri 15.05.

Regie: Markus Schleinzer | Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek | Deutschland, Österreich 2026 | Drama, Biopic

Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben… Markus Schleinzer liefert ein herausragendes, fesselndes Gesellschafts- und Identitätsdrama, ein halb‑fiktives historisches Biopic von beklemmender Wucht – Sandra Hüller ist phänomenal!

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat (Sandra Hüller) in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf.  Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt.  Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert:  Unter falschem Namen und Vortäuschung eines männlichen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich… Markus Schleinzer (ANGELO, MICHAEL) gelingt ein historisches Drama von seltener Konsequenz: kühl, präzise und erschütternd. Die lose auf historischen Fakten beruhende Erzählung geht nicht auf eine konkrete Person zurück, sondern auf off­enbar zahlreiche Berichte über Frauen jener Zeit, die sich als Männer ausgaben. Zusammen mit Co-Autor Alexander Brom hat Schleinzer daraus eine Biografie geformt, die konkret, aber auch allgemeingültig wirkt, die sich wie eine Fabel entfaltet. Er schildert das Schicksal Roses in klaren, fast dokumentarischen Bildern: Sandra Hüller prägt den Film mit nahezu hypnotischer Präsenz. Kaum eine Mine verzieht die Frau, kaum eine emotionale Regung ist auf dem vom Leid der Existenz gezeichneten Gesicht zu erkennen, auch, aber nicht nur durch den ständigen Zwang, eine Rolle auszufüllen. Ihr Spiel ist ungeheuer intensiv – jede Geste wirkt kontrolliert, jeder Blick erzählt von der permanenten Anspannung, entdeckt zu werden. Inszenatorisch setzt ROSE auf eine strenge, fast asketische Bildsprache in kontrastreichem Schwarzweiß. Karge Landschaften, dunkle Innenräume und eine reduzierte Kameraarbeit erzeugen eine Atmosphäre der sozialen Kontrolle: Hier wird jede Abweichung registriert. Die Geschichte der tragischen Heldin im Kampf um persönliche Freiheit wird zu einer exzellenten, nervenzerreißenden Parabel über Identität und Macht. Man ahnt ein schlimmes Ende. Großes Arthaus-Kino…

» Ein grandioser Film, meisterhaft inszeniert! « HOLLYWOOD REPORTER

» Konsequent und radikal – ein echtes Meisterwerk! « MDR

FRIEDRICHSBAU

Kaiser-Joseph-Str. 268
Freiburg, 79098 Germany
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