Archiv: Ball VerQueer in Freiburg (1997-2025)

Die Geschichte des “Ball VerQueer” begann mit einem Umzug: Der Arbeitskreis Alternative Kultur (AAK) bezog im April 1996 die Räumlichkeiten des ehemaligen Elektrizitätswerks (E-Werk). Der AAK suchte gemeinsam mit engagierten Leuten nach einer Möglichkeit, auch mit den Freiburger Schwulen, Lesben oder sonstwie anders Orientierten in der schönen, großen Halle Veranstaltungen durchzuführen.

Erster Test war die Abschlussparty des CSD Südwest 1996 in Freiburg. Nur wenige Monate später, im Februar 1997, sollte es dann so weit sein: Der erste “Ball VerQueer” ging unter dem Motto “viva la diva, le lédèrman et la différence” über die Bühne.

Dieser allererste Ball wurde damals noch von einem großen Komitee, das aus Menschen aller möglichen Gruppen in Freiburg bestand, vorbereitet. Federführend waren die Rosa Hilfe und die AIDS-Hilfe. Weil der Abend so erfolgreich war, wurde der Ball im Folgejahr wiederholt, mittlerweile unter der verantwortlichen Leitung durch die AIDS-Hilfe.

Der “Ball VerQueer” stillte ein echtes Bedürfnis nach einer frivolen, von sexuellen Standards befreite, alternativen „Fasnet”, die auch in der örtlichen Presse eine wohlwollende Aufnahme fand, zumal der Reingewinn aus den Eintrittsgeldern der Arbeit der Freiburger AIDS-Hilfe zugute kam und kommt.